EurasierOnline

Wichtig | Welpen | Notfelle
| Ursprung | Standard | Eigenheiten | Verein | Welpensuche | Farben | EurasierLinks |
| Allgemeines | Allerlei Unsinn | Biologie | Beschäftigung | Notfelle | HundeLinks |
| FAZE | Wildzucht | Dissidenz | Qualzucht | Interessantes | Marke Eurasier |
| Vorstellung | Zucht | Allgemeines | Gesundheit | Hunde | Tratschbox | Bilderbox |
| BilderGalerien | Picasa Webalben | Geschichten | Schnappschüsse | EurasierKalender |
| Vorwort | Ernährung | Fellpflege | Parasiten | Haut und Haar | Senioren |
| Vorwort | Augen | ED PL HD | Pankreas | Herz | Thyreosen |

Eurasier und mehr...

small logo

Augen auf beim Welpenkauf

Mich erreichten während meiner Arbeit in der Dissidenz immer wieder Meldungen von Eurasierinteressierten die auf katastrophale Zustände beim Besuch "ihres" Züchters stoßen und die dann zähneknirschend aus Mitleid am Ball bzw. Welpen blieben und den kleinen Eurasier kauften.


Das ist grundsätzlich FALSCH, sie tun kein gutes Werk. Weder für sich, noch für den Kleinen. Denn so wird der Kreislauf nicht durchbrochen!


Finden sie Umstände vor, die vielleicht sogar aus menschlicher Sicht nachvollziehbar und verständlich sind, aber nicht tiergerecht - dann reagieren sie überlegt...

• kaufen sie den Welpen dort nicht einfach raus

• gehen sie nicht einfach kopfschüttelnd ihrer Wege

sondern wenden sie sich an das zuständige Ordnungsamt, das Bürgerbüro, das Veterinäramt oder eine Tierschutzorganisation. Verfahren sie ebenso, sollten sie den Verdacht hegen auf eine Massenzucht gestoßen zu sein... die Eurasier werden es ihnen danken.

Wie finde ich den richtigen Welpen?

Egal ob Waschmaschine oder Autokauf da wird geplant, verglichen und sondiert... ein Hund ist weder Waschmaschine noch Auto, er ist ein Lebewesen, aber eines an dem wir Freude haben wollen, das zu unseren Lebensumständen passen soll und uns lange gesund begleiten soll.

Viele Eurasier erreichen ihr sechzehntes Lebensjahr, die Entscheidung für den Welpen sollte nicht mal eben nebenbei fallen. Eine gute Herkunft ist zwar kein Garantieschein, aber eine solide Zuchtauswahl trägt wesentlich zu gesund gezüchteten Tieren bei. Bei Sprüchen wie "Jeder Hund kann krank werden" sollten sie hellhörig werden, denn es ist ein grundsätzlicher Unterschied zwischen "kann bei natürlichem Hintergrund" und "bewusst in Kauf nehmen" bei nicht untersuchten Elterntieren und mangelnder Zuchtauswahl.

Sie sollten vorab schon für sich einige Fragen klären und sich eine kleine Liste machen, wenn sie erstmal vor den Welpen stehen ist alles vergessen. Nichts begeistert mehr als ein Pulk kleiner Fellknäul.

Ihr Züchter sollte Zeit für sie haben, natürlich im üblichen Rahmen. Fällt ihnen am Sonntagnachmittag was wichtiges ein, was sie unbedingt sofort klären möchten und ihr Züchter erklärt ihnen, dass er gerade Kaffeebesuch bekommt... haben sie etwas Verständnis. Für sie ist es sehr aufregend, für ihn ist es Routine. Ein klärendes Wort zur rechten Zeit hilft oft Wunder.

Denken Sie auch daran, der Züchter und auch die Welpenvermittlung werden Ihnen Fragen stellen, die sie vielleicht befremden. Es ist aber die einzige Möglichkeit abzuklären, ob echtes Interesse von Ihrer Seite besteht oder ob Sie sich spontan, ohne nötige Vorbereitung, zum Hundekauf entschlossen haben. Manche Fragen oder Vorschläge beruhen auch auf Erfahrungswerten, einige der Welpenvermittlungen arbeiten seit Jahren sehr aktiv und mit großem Engagement, sollten sie einmal nicht mit einem Vorschlag einverstanden sein, oder etwas nicht verstehen, suchen sie erneut das Gespräch, vieles lässt sich in Ruhe schnell klären. Der Züchter möchte auch sicherstellen, dass es seinem Schützling bei Ihnen wirklich gut geht, ein berechtigtes Interesse, oder? Er hat dazu nur die Möglichkeit Sie mit Fragen zu löchern.

Nun aber zum wesentlichen und den Punkten auf die sie achten sollten:

  • Lassen sie sich Kopien der Untersuchungen der Elterntiere zuschicken. Vertrauen sie niemals der bloßen Aussage "natürlich sind unsere Hunde untersucht" Haben sie irgendwelche Zweifel an Ergebnissen oder verstehen sie etwas nicht, sie haben jederzeit auch das Recht beim Verein nachzufragen. Vorgeschriebene Untersuchungen beim Eurasier sind derzeit HD (Hüftgelenksdysplasie) PL (Patellaluxation) und Distichiasis, eventuell noch TLI (Pankreatitis), wenn weitere Untersuchungen vorliegen, ist das durchaus als sehr positiv zu werten.
    Nehmen sie die Ergebnisse ruhig zu einem Beratungsgespräch bei ihrem zukünftigen Tierarzt mit, so können sie sich auch da schon einmal ein Bild machen und sich "beschnuppern" und sie bekommen die Nachrichten verständlich erklärt. Im Internet finden sich auch viele offizielle Tierarztseiten mit guten Erklärungen.

Aus aktuellem Anlass: Kein Zuchtverein oder Zuchtbuchamt oder wie auch immer behält die Untersuchungsergebnisse der Hunde ein! Der Züchter hat in jedem Fall die Originale und kann sie Ihnen auf Verlangen vorlegen bzw. kopieren und zusenden, alles andere sind Schutzbehauptungen. Das gilt ebenso für Körberichte oder sonstige Unterlagen.

  • Haben die Eltern Ausstellungserfolge haben sie etwas zum angeben, das war es dann aber auch schon. Eine Garantie für wesensfeste, gesunde Hunde ist das definitiv nicht.
     
  • Die Zuchtstätte sollte unbedingt gepflegt sein. Ich schreibe absichtlich nicht "sauber" Welpen müssen auch spielen und mal durch den Hof rennen dürfen. Der Gesamteindruck sollte aber unbedingt gepflegt sein, achten sie auf herumliegende Details. Zwischen Mauerschutt und Baumaschinen im Hof können sich Welpen nicht frei und sicher bewegen, sitzen sie keinen gestellten Situationen auf. Achten Sie auch auf den Zustand der Welpen, ist das Fell vom Spiel verklebt oder ist es ungepflegt filzig. Sind die Bäuche rund, gespannt und aufgetrieben, deutet das auf Wurmbefall. Lassen sie die Finger weg, wenn die Welpen in völlig reizarmer Umgebung aufgezogen werden. Gute Züchter sorgen bereits im Vorfeld für eine Sozialisierung der Welpen, dazu gehört auch geeignetes Spielzeug und eine Umgebung, die den Welpen fordert und fördert. Wippen für die Balance, Bällchenbad und verschiedene Untergründe wie Sand, Kies und ein Gitterrost gehören zur Grundausstattung.
    Welpen lernen spielerisch und der Züchter muss dem Rechnung tragen, sonst zahlen sie dafür.
     
  • Die Welpen und die Mutterhündin sollten zusammen sein, sie sollten auch unbedingt beide begutachten. Da Welpenbesuche ab der vierten Woche möglich sind, könnte die Mama beim ersten Besuch noch unsicher oder nervös sein, aber spätestens ab der sechsten Woche sollte der Umgang offen und freundlich ausfallen. Ist die Mutterhündin scheu oder die Welpen ziehen sich panisch zurück, lassen sie lieber die Finger weg oder löchern sie mit Fragen, vielleicht gab es ja ein unvorhersehbares Ereignis dann sollten sie aber unbedingt ihre Eindrücke wiederholen. Achten sie auch darauf, ob sich die Mutterhündin sicher im Haus bewegt. Eurasier brauchen direkten Familienanschluss, finden sie Anzeichen für irgendeine Form der Zwingerhaltung, gehen sie bitte umgehend und informieren sie den Verein.
     
  • Wie "arbeitet" ihr Züchter? Wie werden die Welpen betreut, sozialisiert? Wie werden sie gehalten? Womit konfrontiert? Hatten sie bereits Kontakt zu anderen Hunden, zu Kindern? Wie wird zugefüttert? Ich habe schon erlebt, dass Welpen mit handelüblicher Babynahrung gefüttert wurden. Säuglingsnahrung ist ungeeignet, da der Welpe mehr Ballaststoffe als Nährstoffe aufnimmt. Dadurch muss er größere Mengen der Nahrung aufnehmen um satt zu werden, der Magen weitet sich und sie übernehmen einen "Gewohnheitsfresser" der nie ein Sättigungsgefühl erfahren hat und als erwachsener Hund frisst bis zum umfallen, einschließlich aller damit verbundenen Gesundheitsrisiken.

In den ersten Wochen beim Züchter werden Weichen gestellt für das spätere Leben. Nur wenn sie einen wirklich guten Eindruck gewonnen haben, sollten sie sich entscheiden. Achten sie auch darauf wie im Züchterhaushalt die Kinder mit den Hunden und Welpen umgehen. Haben die Welpen genug Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten? Eine frühe Gewöhnung der Welpen an den Umgang mit Kindern aller Altersstufen ist sehr begrüßenswert, trotzdem sollte dieser Umgang immer von Erwachsenen begleitet werden, sonst kann es schnell zu Überforderungen kommen.

Fassen sie für sich alle Eindrücke zu einem Gesamtbild zusammen und handeln sie überlegt. Ein letztes Wort zum Preis. Die Vereine legen eine Obergrenze fest, die sie über die einzelnen Welpenvermittlungen erfragen können. Liegt ihr Züchter deutlich darüber/darunter sollten sie sich nicht scheuen nach dem Grund zu fragen und ihre Informationen an den Verein weiterzugeben.

Ich wünsche ihnen viel Glück und ganz viel Spaß mit ihrem neuen Lebensgefährten.

Der FCI Eurasier Standard Ein Eurasier hat Fell, nicht zu große Stehohren, vier Beine und trägt die Rute über dem Rücken! Reicht das?

Nein, es gehört schon etwas mehr dazu. Rassehunde sollen ja ein möglichst einheitliches Bild abgeben, sonst müsste man sich ja keine anschaffen. Deshalb wird von den jeweiligen Rassevereinen eine Art "kleines Brevier" ihrer Rasse herausgegeben, der Standard.

Eigenheiten Bei den Eurasiern stolpert man unweigerlich über den Namen Konrad Lorenz und den Lupus Hund, was heißt das eigentlich?

Dann heißt es immer "Familienhund" - läuft dann ein Eurasier so quasi nebenbei?

Braucht der wirklich keinen Auslauf und ist für Sport ungeeignet?

Antworten gibt es hier.

oben

*Die Geschichte von Lea*
Lea ©1999 J.Ellis-bewilligte Übersetzung von E.Wittwer
Diese Geschichte stammt von der amerikanischen Toller-Liste mit der Bitte, sie an möglichst viele Hundefreunde weiterzuleiten.

Ich weis nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. Es war eng und dunkel und nie spielte ein Mensch mit uns. Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell, aber sie war oft krank und sehr dünn. Sie hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben. Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen, hatte ich furchtbare Angst und war so traurig. Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht. Arme Mama, es ging ihr so schlecht. Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten und das das Geschrei meiner Schwester und mir ihnen auf die Nerven gingen. So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht. Wir kuschelten uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten, ohnmächtig vor Angst. Niemand kam, um uns zu trösten. All diese seltsamen Geräusche und erst die Gerüche -- wir sind in einem "Petshop", einem Laden, wo es viele verschiedene Tiere gibt. Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen. Wir hören auch das Wimmern anderer Welpen. Meine Schwester und ich drücken uns eng zusammen in dem kleinen Käfig. Manchmal kommen Menschen uns anschauen, oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen, als wollten sie mit uns spielen. Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig. Manchmal packt uns jemand und hebt uns hoch um uns zu begutachten. Einige sind freundlich und streicheln uns, andere sind grob und tun uns weh. Oft hören wir sagen "oh sind die süß, ich will eines", aber dann gehen die Leute wieder fort. Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben. Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt, wie das leben aus dem dünnen Körper gewichen ist. Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nahmen sagen sie, sie sei krank gewesen und ich sollte verbilligt abgegeben werden, damit ich bald wegkomme. Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen weggeworfen wird.

Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft! Jetzt wird alles gut! Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH entschieden haben. Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei und das kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen. Ihr Vater und Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hundchen. Ich heiße jetzt Lea. Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern, das ist wunderbar. Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht, passen gut auf mich auf, geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe. Nichts will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen und zu spielen.

Erster Besuch beim Tierarzt. Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte. Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin, das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte, es wäre ok, dann entspannte ich mich. Der Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen, sie sahen ganz bestürzt aus. Ich hörte etwas von schweren Mängeln und von Dysplasie E und von Herz zwei. Er sprach von wilden Züchtern und das meine Eltern nie gesundheitlich getestet worden seien. Ich habe nichts von alledem begriffen aber es war furchtbar, meine Familie so traurig zu sehen. Jetzt bin ich sechs Monate alt. Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark, aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh. Die Schmerzen gehen nie weg. Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will. Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein, aber ich schaffe es einfach nicht. Vater und Mutter sprechen über mich. Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen. In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt und immer hieß es "genetisch" und "nichts machen". Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen. Es geht nicht. Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je. Ich konnte nicht mehr aufstehen um zu trinken und nur noch schreien vor Schmerzen.

Sie tragen mich ins Auto. Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los? War ich böse? Sind sie am Ende böse auf mich? Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich. Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten! Ich kann nicht mal die Tränen des kleinen Mädchen ablecken aber wenigstens erreiche ich seine Hand. Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst. Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle, wie sehr sie mich lieben. Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken. Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich, und ich empfinde etwas weniger Schmerzen. Das kleine Mädchen hält mich ganz sanft, ein kleiner Stich... Gottseidank, der Schmerz geht zurück. Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit. Ein Traum: ich sehe meine Mama, meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese. Sie rufen mir zu, das es dort keine Schmerzen gibt, nur Friede und Glück. So sage ich meiner Menschenfamilie Aufwiedersehen auf die einzige mir mögliche Weise: mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln. Viele glückliche Jahre wollte ich mit euch verbringen, es hat nicht sein sollen. Statt dessen habe ich euch so viel Kummer gemacht.

Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware.

oben

 

| SiteMap | Impressum | Kontakt | © Danny Koumvroglou