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Parasiten

In den folgenden Beschreibungen ist häufiger die Rede von "Frontline" und "ExSpot" beides sind chemische Keulen, deren Einsatz mit Vorsicht zu genießen ist. Jeder Hundebesitzer sollte sich über Alternativen beraten lassen und Risiko und Nutzen abwägen. Wer die Wohnung komplett mit Teppich ausgelegt hat muss radikaler gegen Flöhe vorgehen als jemand der fugenloses Laminat hat. Ist eine Katze im Haus - unbedingt Tierarzt fragen, alle Mittel mit dem Wirkstoff Permethrin sind für Katzen tödlich.

Wer Kleinkinder zu Hause hat muss natürlich sofort gegen Parasiten aktiv werden, aber Vorsicht: auch Mittel wie "Frontline" sind für Kinder nicht ungefährlich - Packungsbeilage lesen und/oder Apotheker fragen. Vor allen Dingen häufiger mal hinterfragen - Diva hat über Jahre Frontline komplikationslos vertragen und plötzlich kam es nach der Anwendung zu hässlichen "Hotspots" bei einem anderen Mittel blieb es leider nicht bei den hässlichen, aber harmlosen Hotspots, da hat sie extremer über die Haut reagiert.

Parasiten beim Hund

Auch vor dem Eurasier machen Parasiten keinen Halt, respektlose Biester. Man sollte daher nach jedem Spaziergang das Tier nach Zecken absuchen, besonders nach Waldspaziergängen oder toben im hohen Gras. Die Pfotenkontrolle bei vermehrtem beißen ist auch sehr wichtig, da sich Grasmilben angesiedelt haben könnten. Die Stuhlkontrolle kann auch Aufschluss über einen Parasitenbefall z. B. Würmer geben und bei Verdacht sollte man eine Probe beim Tierarzt analysieren lassen (siehe auch Durchfallerkrankungen)

Man unterscheidet zwischen ektokrinen (äusseren) und endokrinen (inneren) Parasiten, zu den Ektoparasiten gehören Zecken, Flöhe, Herbstmilben, Milben, Ohrmilben, Läuse und Pilzerkrankungen.

Zecken:

Zecken sind keine Insekten, sondern gehören zur Familie der Spinnentiere. In der Regel gibt es zwei Höhepunkte der Zeckenplage, im Frühjahr und im Herbst. Diese winzig kleinen, leicht zu übersehenden Parasiten beißen sich an den Hunden fest und saugen so lange Blut, bis sie gefüllt sind. Bei intensivem Zeckenbefall werden die Wirtstiere mitunter sehr beeinträchtigt, besonders wenn sie an Stellen sitzen, wo sie nicht durch Herauskratzen oder -beißen entfernt werden können. An den Bissstellen können heftiger Juckreiz oder eine Schwellung auftreten. Darüber hinaus können Zecken gefährliche Krankheiten (z. B. Borreliose) übertragen. Je früher man einen Zeckenbiss entdeckt, desto besser. Falls sie bei ihrem Hund eines der folgenden Symptome beobachten: Fieber, Lahmheit, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, geschwollene Gelenke, plötzliches Schmerzempfinden, wurde er vielleicht von einer infizierten Zecke gebissen. Nehmen sie dann bitte sofort Kontakt mit ihrem Tierarzt auf. Vorbeugende Maßnahmen gegen Zecken erhalten sie bei ihrem Tierarzt oder in der Apotheke, als sehr hilfreich haben sich z. B. FRONTLINE oder ExSpot erwiesen. Während der Hauptzeckenplage ist es auch hilfreich hohes Gras oder Büsche, in denen die Zecken zahlreich vertreten sind, zu meiden.

Zecke während und nach der Mahlzeit: na denn Prost

Flöhe

Flöhe verursachen bei Hunden sehr häufig Gesundheitsprobleme. Diese winzig kleinen, fast unsichtbaren Parasiten sind viel mehr als nur eine Belästigung. Sie plagen das Wirtstier intensiv, in dem sie einen wiederkehrenden Teufelskreis aus Kratzen und Beißen verursachen. Flöhe gehören zur Klasse der Insekten, sie besitzen anstelle von Flügeln Sprungbeine. Es gibt über 2500 Floharten. In Deutschland kommt beim Hund, entgegen seinem Namen, der Katzenfloh vor. Er ernährt sich überwiegend von Blut. Die Flohsaison spielt sich im Freien zwischen Ende April und Ende November ab, allerdings sind durch unsere beheizten und mit Teppichen ausgelegten Wohnungen die Flöhe ganzjährig vertreten. Wenn es draußen kalt wird, fühlt sich die Flohbrut in Ihrer gemütlich warmen Wohnung wohl und findet hier optimale Bedingungen, um sich weiterzuentwickeln. Daher sollten sie ihren Hund das ganze Jahr durch regelmäßig gegen Flöhe mit z. B. FRONTLINE oder ExSpot behandeln. Flöhe machen ihr Tier nicht nur durch den ständigen Juckreiz ganz verrückt, sondern können gefährliche Krankheiten (Flohallergiedermatitis FAD, Bandwürmer, Blutarmut/Anämie) übertragen. Flohkot ist teilweise verdautes, getrocknetes Blut, das bereits während des Saugaktes von den Flöhen ausgeschieden wird. Einen Flohbefall können sie feststellen, wenn sie ein weißes Papier unter ihren Hund legen und ihre Hände durch sein Fell rubbeln. Fallen dabei schwarze Krümel heraus, könnte es sich um Flohkot handeln, zur Probe benetzt man das Tuch mit einem Tropfen Wasser, färbt es sich rot ist es mit ziemlicher Sicherheit Flohbefall. Auch mit einem Flohkamm, den sie dicht an der Haut durchkämmen, können sie Flohkot oder sogar Flöhe sichtbar machen. Flöhe lieben nicht nur Hunde oder Katzen, sie können auch auf den Menschen überspringen. Hat sich bei ihnen eine Flohplage breit gemacht, helfen nur noch durchgreifende Maßnahmen, diesen Parasiten her zu werden. Häufiges und gründliches Staubsaugen aller Plätze einschließlich PKW, an denen sich ihr Tier aufhält, das Waschen aller Kissen und Decken, sowie waschbaren Gegenständen (Spielsachen) ihres Tieren und das Umgebungsspray oder der Vernebler (Foger), der die ganze Wohnung ausräuchert, sind hier nur noch eine hilfreiche Gegenmaßnahme.

Milben

Herbstmilben (Grasmilben) sind wenig bekannte, aber lästige Parasiten bei Mensch und Tier. Wer kennt die vermeintlichen Mückenstiche nicht, die an Köperstellen auftauchen, an die Stechmücken eigentlich gar nicht gelangen können. Man spürt sie erst, wenn am schon längst nicht mehr draußen ist, oft erst ein oder zwei Tage später. Aber nicht nur Menschen werden davon befallen, auch Hunde und Katzen werden von diesen Plagegeistern heimgesucht. Die Gras- oder Herbstmilbe (auch Erntemilben genannt) ist in vielen Teilen Deutschlands weit verbreitet. Hunde und Katzen kratzen sich, beißen sich an ihren Pfoten, um den Juckreiz zu stillen. Junge Tiere mit dünner Haut sind gefährdeter, vor allem zwischen den Ballen, am Bauch, Hündinnen auch an ihrer Schnalle (Schamlippe). Die Herbstmilben kann man als zirka 1 mm große rosarote Tierchen deutlich zu erkennen. Da die Milben viele verschiedene Säugetiere (auch Vögel) befallen können, sind sie besonders auf Felder oder Wiesen zu finden, auf denen sich viele Nutz- und Haustiere tummeln. Hat man die Milben im eigenen Garten, so kann man ihnen durch regelmäßiges Mähen die Gelegenheit nehmen, auf erhöhtem Posten auf ihr Opfer lauern zu können. Zwar treten die Milben im Sommer und Herbst vermehrt auf, aber bereits im späten Frühjahr, wenn es warm wird, können sie schon aktiv werden. Als hilfreich gegen diese Plagegeister hat sich hier die Anwendung von FRONTLINE oder ExSpot erwiesen.

Milben können sich bemerkbar machen, wenn die Haut ihres Hundes verstärkt riecht, er sich häufig kratzt, unter Umständen rund um die Augen kahl wird (Brillenbildung), dann hat er vermutlich Milben.

Ihr Tierarzt wird dann eine mikroskopische Untersuchung mit einem sogenannten "Tesa-Abklatsch" durchführen. Unter dem Mikroskop kann er dann am Tesastreifen die Milben oder vielleicht Haarlinge feststellen. Eine Hautabschabung kann auch im Labor einen Aufschluss über die Erkrankung geben und eine Pilzinfektion als Ursache für den Juckreiz ausschließen.

 Sarcoptes oben Frassgang mit Eiablage, unten weibliches Tier

Ohrmilben äussern sich durch häufiges schütteln der Ohren, unaufhörliches kratzen oder "schieflegen" des Kopfes, sowie einen bräunlich-schwarzen Belag in den Ohren. Es ist sehr wichtig auch hier den Tierarzt aufzusuchen, da eine Ohrinfektion durch Bakterien, Pilz oder Milben unbedingt behandelt werden muss. Schauen sie einfach regelmäßig in die Ohren ihres Hundes, damit er in Fall der Fälle diese Untersuchung kennt und beim Tierarzt keine großen Probleme macht.

Mykosen

Pilzerkrankungen erkennt man an kreisrunden, kahlen Stellen, mit Krusten und Rötungen auf der Haut. Um sicher zu sein, dass es sich um einen Pilz handelt macht der TA ein sogenanntes "Geschabsel", eine Hautprobe mit der dann eine Kultur angelegt wird.

Allergien

Allergien beim Hund nehmen leider stetig zu. Häufig tritt eine Futtermittelunverträglichkeit oder Überempfindlichkeit gegen Waschmittel, Hausstaub, Gräser usw. auf. Auch dies kann eine Ursache für Hautprobleme und ständigen Juckreiz sein. Bei ungeklärter Ursache kann auch beim Hund ein Allergietest (Bluttest) eine Medikation oder eine Hyposensibilisierung durchgeführt werden, auf jeden Fall ist es für den Besitzer hilfreich die Auslöser der Allergie zu kennen.

Endoparasiten

Zu den Endoparasiten gehören unter anderem die Hakenwürmer und Sporentierchen, die Bandwürmer und die Spulwürmer.

Gerade Hunde die alles Fressen was ihnen in Wald und Flur begegnet, laden sich gerne ein paar Untermieter ein.

Wurmkuren sind k e i n e vorbeugende Maßnahme!

Eigentlich ist eine Therapie nur bei tatsächlichem Wurmbefall sinnvoll und muss dem jeweiligen Parasit angepasst werden. Da einige der Würmer auch den Menschen als Wirt nicht verabscheuen und wie im Fall des Fuchsbandwurms sogar richtig gefährlich werden können, ist die einzige wirksame Waffe eine regelmäßige Kontrolle einer Stuhlprobe beim Tierarzt und Selbstkontrolle. Es ist weder seltsam noch albern, ab und an den Kot seines Hundes mal mit einem Stöckchen auf Befall zu untersuchen, wartet damit nicht bis der Kothaufen hinter euch herrennt und Hallo ruft. Wer sich den Gang zum TA sparen möchte, Kleinkinder im Haus hat, oder das oben beschriebene Prozedere zu eklig findet, sollte wenigstens einmal im Halbjahr ein Breitbandentwurmungsmittel geben.

Eine prophylaktische Wurmkur sollte auf jeden Fall etwa 10 Tage vor der Jahresimpfung durchgeführt werden, da Parasitenbefall das Immunsystem schwächt und den Aufbau von Antikörpern durch die Impfseren verhindert.

Hakenwürmer und Sporentierchen sind blutsaugende Parasiten. Man kann sie mit bloßem Auge erkennen. Sie verursachen Anämien (Blutarmut), Durchfall und Schwächezustand mit verringerter Leistungsfähigkeit.

Bandwürmer , die am häufigsten im Hund vorkommen, sind der Dipylidium caninum. Er wird von Flöhen übertragen, in denen sich seine Larven entwickeln. Teile des Wurms sehen aus wie Reiskörner, die den Hund am After belästigen und den Hund zu dem so genannten "Schlittenfahren"  veranlassen. Der Hund rutscht mit seinem After über den Boden.

 Hundebandwurm

Spulwürmer sind verschiedene Würmer, die den Hund attakieren, doch die wichtigsten gehören zur Familie der Askariden. Man unterscheidet zwischen wandernden und nicht wandernden Larven. Alle Spulwürmer befallen den Darm, die Blutgefäße und den Atmungsapparat. Spulwürmer ernähren sich vom Speisebrei im Darm und sind besonders für Welpen sehr gefährlich. Sie durchdringen die Darmwand und gelangen über den Blutstrom in die Leber und dann in die Lunge. Von dort wandern sie die Luftröhre hinauf, werden abgehustet, sofort wieder aufgenommen und gelangen wieder in den Darm. Infizierte Welpen können an Hepatitis, Lungenentzündung, Darmverschluss und Anfällen erkranken. Sobald der Welpe älter wird, dringen die Würmer in die Muskeln ein und bilden dabei Zysten. Diese sind untätig bis der Welpe, sofern es sich um eine Hündin handelt, trächtig wird. Dann wandern die Larven in die Lungen der Embryonen. So werden viele Welpen mit Spulwürmern geboren, daher werden in der Zucht Hündin und Welpen prophylaktisch regelmäßig entwurmt, denn starker Spulwurmbefall kann beim Welpen sogar zum Tod führen.

 Askariden

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