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Eurasier und mehr...

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FAZE

In eigener Sache, oder besser "Darf man mit dem Rauchen aufhören bevor man Krebs hat?" Was hat rauchen mit Hunden, speziell Eurasiern zu tun?

Auf den ersten Blick nicht viel, aber zur Veranschaulichung mancher Themen eignen sich Bilder besser als spröder Lesestoff und zum Thema Ausstieg aus der Dissidenzzucht erscheint es als passende Metapher.

Das wichtigste im Leben ist offen und lernfähig zu bleiben, was nutzt einem aber Erlerntes wenn man es dann nicht konsequent umsetzt? Gar nichts, es wäre nur verschwendete Zeit und von der haben auch wir Menschen in unserer Dekadenz nie genug.

Als ich angefangen habe mich mit Dissidenzzucht zu beschäftigen war ich von grenzenlosem Optimismus und nicht geringerer Naivität erfüllt, es ist zwar nicht gerade Pessimismus und Weltendzeitstimmung daraus geworden, aber ernüchtert bin ich schon.
Viele Vereine und Verbände haben sicher mit gehörigem Enthusiasmus und guten Gründen angefangen sich außerhalb des VDH zu formieren, aber letztlich scheitern sie an der konsequenten Umsetzung ihrer Ideen und an bürokratischen Hürden.

Was ist passiert?

Bei Gründung der FAZE hatten wir tolle Ziele... wunderbare Eurasier züchten, mit wunderbaren Eurasierzüchtern und dann noch aktiv an der Aufzucht mitwirken, damit alles artgerecht zugeht.

Dachverband ist wurscht, Hauptsache er erlaubt unsere ZO und die Auflagen. Leider ist es nicht ganz so einfach, denn wir haben unsere Ursprungseurasier ja nicht selbstgebaut, sondern eben auch erworben und irgendwann mussten wir feststellen, dass bei weitem die wenigsten Menschen in diesem Bereich Interesse am Eurasier haben.

Da wurde erzählt was das Zeug hält und vieles sogar durch "Papiere" untermauert, es gab Ungereimtheiten, aber die wurden erklärt und beseitigt...(?)

Immer wieder habe ich versucht Angaben über das Internet zu verifizieren, mit mäßigem Erfolg. Die Suchmaschinen spuckten zwar Daten zu Suchworten wie den Zwingernamen aus, manchmal sogar Millionen davon, nur nichts zum Thema. Ich weiß warscheinlich relativ viel über die Halle der Toten in der germanischen Mythologie, aber zu gleichnamigem Zwinger fand ich nichts.

Zu diesen Suchmaschinen sollte man noch erwähnen, dass es oft Monate dauert bis erstellte Seiten im Netz davon gescannt, eingelesen und aufgenommen werden, noch länger bei Unterseiten wie Foreneinträgen. Diese Foren, die immer zahlreicher ins Leben gerufen werden, machen die Menschen mutiger. Wer beim Hundekauf auf die Nase gefallen ist findet Gleichgesinnte und tauscht sich aus.

In diesem Jahr wurde ich fündig und konnte endlich einige Zwingernamen zurückverfolgen und es hat mir gar nicht gefallen, was ich gefunden habe.
Durch zahlreiche Querverweise bei anderen Hunderassen, konnte ich nachvollziehen, dass auch die meisten unserer Eurasier in einer der Linien von sogenannten Massenvermehrern und Hundehändlern abstammen. Natürlich habe ich diese Information weitergegeben und glaubt bloß nicht, dass sich da jemand darüber gefreut hat.

Was ich bei keiner anderen Hunderasse erlebt habe, bei den Dissidenz Eurasierzüchtern wurde diese Abstammung relativiert und nachträglich gutgeheißen, mit allen nur erdenklichen Ausreden.
Das hat uns letztlich dazu bewogen, die Eurasierzucht einzustellen. Leider mussten wir dabei feststellen, dass sogar uns nahestehende Menschen das nicht verstanden haben.

Da steht weniger die Angst dahinter die Hunde könnten nicht reinrassig sein, sondern die Angst vor dem genetischen Pool den sie tragen und der irgendwann zum Vorschein kommt. In der Dissidenz wird keine Zuchtlenkung betrieben, auch wenn euch das manch einer der Züchter gerne weiß machen möchte. Es wird verpaart was einigermaßen gesund, möglichst nicht zu eng verwandt und vor allem verfügbar ist.

Am geschicktesten holt man sich einen Rüden und eine Hündin aus verschiedenen Linien und hat dann bereits alles im Hof wenn es denn soweit ist.
Das klingt etwas bissig, ist auch genauso gemeint. Natürlich ist es die einzige Möglichkeit die bleibt, wenn es keine Zuchtlenkung und was noch viel schlimmer ist, keine zuverlässigen allen zur Verfügung stehenden Daten gibt. Während es unter dem Dach des VDH drei Eurasiervereine gibt, die sich ihre Zuchtbücher gegenseitig zur Einsicht zur Verfügung stellen, gibt es außerhalb schon dutzende von Dachverbänden mit verschiedenen Vereinen und unabhängigen Zuchtbüchern, die nachweislich sogar fehlerhaft geführt werden.

Eurasierzucht außerhalb des VDH gleicht also einem Glücksspiel. Da es sich um Lebewesen handelt, für die man ja nicht einmal selbst die Verantwortung trägt, sondern die man in Hände Dritter gibt, die dann damit zurecht kommen müssen, sollte man nach Erkenntniss solcher Mißstände einen Schlußstrich ziehen.

Sind unsere Hunde deshalb wertlos? Da bitte ich euch meinen Artikel zum Thema zu lesen.
Sind die bei uns gezüchteten Eurasier gefährdet oder nicht in Ordnung? Nein. Dank einem glücklichen Händchen und einer gehörigen Portion Zuchterfahrung sind sie es nicht, werden es aber in der Weiterzucht sein. Vor allen Dingen wenn sich weiter planlos alles vermehrt.
Wer weiterhin Zuchtambitionen hat, der hat sie auf eigenes Risiko und muss auch die Konsequenzen tragen. Wir haben aufgeklärt, soweit es uns rechtlich möglich war und genug Material zur Verfügung gestellt das es den Züchtern ermöglicht eigene Recherchen anzustellen.

Zurück zum Eingangsbild. Den Vorwurf "ihr habt doch selber in der Dissidenz gezüchtet" lassen wir nicht gelten, denn es ist tatsächlich so, als würdet ihr jemandem vorwerfen, dass er das Rauchen aufgibt, obwohl er noch gar keinen Krebs hat. Es reicht wenn man sich umfassend über alle Risiken und Nebenwirkungen aufklärt und für sich die Konsequenzen zieht.

Wir sind froh, dass die Nachkommen gesund und wesensfest sind, wir müssen nicht warten bis da irgendwo ein Krebsgeschwür wächst. In diesem Sinne hoffe ich auf eure Einsicht

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